Die meisten Handwerksbetriebe haben kein Problem mit ihrer Arbeit, sondern mit dem Weg, auf dem Kunden zu ihnen finden. Die gute Nachricht: Die wichtigsten Hebel kosten wenig oder nichts. Hier sind fünf, die wir bei fast jedem Betrieb als Erstes prüfen.
1. Mach deine Website auf dem Handy nutzbar
Die meisten Menschen suchen einen Handwerker mit dem Smartphone, oft von der Baustelle, aus dem Auto oder abends vom Sofa. Wenn deine Website auf dem Handy langsam lädt, Texte abgeschnitten sind oder die Telefonnummer erst nach dreimal Zoomen erscheint, springen Besucher ab, bevor sie überhaupt anfragen konnten.
Prüf das selbst: Öffne deine Seite auf dem Handy, nicht am Rechner. Lädt sie in unter drei Sekunden? Sind Leistungen, Einzugsgebiet und Kontakt sofort sichtbar? Lässt sich die Nummer mit einem Tipp anrufen? Wenn eine dieser Fragen ein Nein bekommt, verlierst du jeden Tag Anfragen, ohne es zu merken.
2. Mach den Kontakt so leicht wie möglich
Viele Betriebe verstecken ihre Kontaktdaten im Impressum oder hinter einem Menüpunkt. Dabei ist der Kontakt der einzige Grund, warum jemand auf einer Handwerker-Website ist. Telefonnummer, WhatsApp und ein kurzes Formular gehören auf jede Seite, oben und unten, nicht nur auf die Kontaktseite.
Dazu ein klarer nächster Schritt: „Jetzt anfragen“ oder „Kostenlose Besichtigung vereinbaren“ sagt dem Besucher, was passieren soll. Ohne diese Aufforderung lesen viele, nicken, und gehen wieder.
3. Pfleg dein Google-Unternehmensprofil
Das Google-Unternehmensprofil, früher Google My Business, ist kostenlos und für lokale Suchen oft wichtiger als die Website selbst. Wer „Dachdecker Neuwied“ sucht, sieht zuerst die Karte mit drei Betrieben. Dort willst du stehen, mit aktuellen Fotos, korrekten Öffnungszeiten, allen Leistungen und einer Beschreibung, die sagt, was du machst und wo.
Dazu gehört die lokale Suchmaschinenoptimierung: Nenn auf deiner Website die Orte, in denen du arbeitest, und halte Name, Adresse und Telefonnummer überall identisch. Wie das zusammenspielt, erklären wir auf unserer Seite zu SEO-Grundlagen.
4. Mach die Angebotsanfrage kurz
Ein Formular mit zwölf Pflichtfeldern schreckt ab. Kunden haben wenig Zeit und wissen oft noch nicht genau, was sie brauchen. Drei Felder reichen für den Anfang: Name, Telefonnummer, kurze Beschreibung. Alles andere klärst du im Gespräch, das ohnehin folgt.
Biete außerdem mehrere Wege an. Manche rufen lieber an, manche schreiben lieber per WhatsApp, manche abends per Formular. Wer nur einen Weg anbietet, verliert alle, denen dieser Weg nicht passt.
5. Zeig Referenzen und Bewertungen
Bevor jemand anfragt, will er wissen, ob du gute Arbeit machst. Google-Bewertungen beantworten diese Frage glaubwürdiger als jeder Text auf deiner Website. Bitte zufriedene Kunden direkt nach dem Auftrag um eine Bewertung, mit Link, solange die Zufriedenheit frisch ist.
Auf der Website zeigen Vorher-nachher-Bilder und kurze Projektbeschreibungen, was du kannst. Wie wir das für unsere Kunden aufbauen, siehst du in unseren Kundenprojekten.
Fazit
Mobile Website, sichtbare Kontaktwege, gepflegtes Google-Unternehmensprofil, kurze Angebotsanfrage und echte Bewertungen: Keiner dieser fünf Punkte braucht ein Werbebudget, und zusammen entscheiden sie darüber, ob aus Suchenden Anfragen werden. Wenn du dabei Unterstützung willst, ist das Erstgespräch kostenlos.