Terminabsprachen per Telefon und E-Mail kosten Zeit auf beiden Seiten. Ein Buchungslink löst das: Der Kunde sieht deine freien Zeiten und trägt sich selbst ein. Calendly ist das bekannteste Werkzeug dafür, aber längst nicht das einzige. Je nachdem, ob du allein arbeitest, Gruppentermine koordinierst oder Zahlungen abwickeln willst, passt eine Alternative oft besser. Hier ist unser Überblick. Preise und Funktionen ändern sich bei allen Anbietern regelmäßig, prüf sie deshalb vor der Entscheidung auf der jeweiligen Website.
Kurz: Was Calendly kann
Du gibst deine Verfügbarkeit ein, legst Terminarten fest, etwa „Erstgespräch, 30 Minuten“, und bekommst eine Buchungsseite mit eigenem Link. Calendly verbindet sich mit Google Kalender, Outlook und Office 365, erzeugt Videolinks für Zoom oder Google Meet und schickt Erinnerungen. Die kostenlose Version reicht für eine Terminart und einen Kalender. Mehr Terminarten, Zahlungen, Erinnerungen per SMS und Teamfunktionen kosten extra.
Für Einzelunternehmer mit 1:1-Terminen ist Calendly eine solide Wahl. Die Grenzen zeigen sich bei Gruppenterminen, bei Zahlungen im kostenlosen Tarif und wenn du mehr als Terminbuchung brauchst.
Doodle: für Gruppentermine
Doodle ist stark, wenn mehrere Personen einen gemeinsamen Termin finden müssen: Du erstellst eine Umfrage mit Vorschlägen, alle Beteiligten klicken ihre freien Zeiten an, der beste Termin steht fest. Für 1:1-Buchungen bietet Doodle ebenfalls Buchungsseiten, hier ist Calendly aber schlanker. Einen dauerhaft kostenlosen Tarif gibt es nicht, nur eine Testphase.
Acuity Scheduling: Terminbuchung mit Verwaltung
Acuity gehört zu Squarespace und richtet sich an Betriebe, bei denen Termine das Geschäft sind: Studios, Praxen, Berater, Dienstleister mit festen Leistungen. Es bietet Kundenkartei, Anzahlungen und Zahlungen über Stripe oder PayPal, Gutscheine, Pakete und Erinnerungen. Dafür ist es teurer als Calendly und ohne kostenlosen Tarif. Wer Termine verkauft, nicht nur vereinbart, ist hier richtig.
Picktime: kostenlos mit Zahlungen
Picktime ist eine schlanke Alternative mit einem großzügigen kostenlosen Tarif, der auch Zahlungen über PayPal und Stripe sowie Anbindungen an Mailchimp, HubSpot und Google Analytics erlaubt. Für kleine Betriebe, die nicht zahlen wollen, aber Anzahlungen brauchen, ist das interessant. Oberfläche und Apps sind weniger ausgefeilt als bei den großen Anbietern.
HubSpot Meetings: kostenlos und ans CRM gekoppelt
Das Terminwerkzeug von HubSpot ist im kostenlosen CRM enthalten. Jeder gebuchte Termin landet automatisch beim Kontakt, inklusive Verlauf. Buchungsseiten lassen sich mit Logo und Farben anpassen, Gruppen- und Rundlauftermine sind möglich. Wenn du HubSpot ohnehin für Kontakte nutzt oder nutzen willst, sparst du dir ein zweites Werkzeug. Ohne HubSpot ist der Einstieg etwas schwerfälliger als bei Calendly.
YouCanBookMe: flexibel pro Kalender
YouCanBookMe ähnelt Calendly stark, bietet aber schon im Einstieg Funktionen, die dort kostenpflichtig sind, etwa SMS-Erinnerungen und Zahlungen über Stripe. Besonders gut ist die Anbindung an Google Kalender. Abgerechnet wird pro angebundenem Kalender, was für Einzelpersonen günstig, für Teams aber schnell unübersichtlich wird.
Clockwise: Termine und Fokuszeit im Team
Clockwise löst ein anderes Problem: Es verschiebt interne Besprechungen automatisch so, dass im Team zusammenhängende Arbeitsblöcke frei bleiben, und schlägt Terminslots vor, die möglichst wenig stören. Für den Kundenkontakt ist es weniger gedacht. Wer in einem Team mit vielen internen Meetings arbeitet, gewinnt damit konzentrierte Zeit zurück.
Welche Alternative passt zu dir?
- Du arbeitest allein und brauchst einfache 1:1-Termine: Calendly oder YouCanBookMe.
- Du koordinierst oft Gruppen: Doodle.
- Du verkaufst Termine mit Anzahlung, Paketen oder Gutscheinen: Acuity Scheduling.
- Du willst nichts zahlen, aber Zahlungen annehmen: Picktime.
- Du nutzt HubSpot oder willst Termine direkt im CRM haben: HubSpot Meetings.
- Du willst im Team weniger Meeting-Chaos: Clockwise.
Fazit
Egal welches Werkzeug: Der Buchungslink gehört dorthin, wo Kunden ihn finden, auf die Website, in die E-Mail-Signatur, ins Google-Unternehmensprofil. Ein Termin, der sich in zwei Klicks buchen lässt, wird deutlich häufiger gebucht als einer, für den man anrufen muss. Wie wir Terminbuchung in Websites und Landingpages einbauen, zeigen wir auf der Seite Landingpages & Funnels.